fringe (engl.: Rand, Fransen)

Frank Heuel hat das fringe ensemble 1999 gegründet. Seitdem sind über 100 Produktionen, Projekte und Projektreihen entstanden – im In- und Ausland. Das aktuelle Kernteam – bestehend aus künstlerischem Leiter (Frank Heuel), Bühnenbildnerin und Videokünstlerin (Annika Ley), Produktionsmanagerin (Svenja Pauka), Dramaturgin und PR-Referentin (Claudia Grönemeyer) und Assistent und Dramaturg (Lutz Ackermann) – arbeitet an der Konzeption der Projekte, Ausrichtung des Profils, Entwicklung des Spielplans und der Realisation sowie der Nachbereitung der Produktionen. Wir sind in unserem Selbstverständnis als freies Ensemble einer Kontinuität beim künstlerischen Personal verpflichtet. Insbesondere durch unsere internationalen Projekte der vergangenen Jahre, die Zusammenarbeiten zwischen Künstler*innen der beteiligten Nationen waren und sind, die stets durch einen kontinuierlichen inhaltlichen und künstlerischen Dialog gekennzeichnet sind, hat sich für uns die Bedeutung von Ensemble erweitert.

Zuhause und unterwegs im In- und Ausland

Ausgehend von unserer Homebase im Theater im Ballsaal knüpfen wir für die Produktion und Präsentation der Stücke lokale, regionale, bundesweite und internationale Partnerschaften und bauen diese kontinuierlich aus:

Lokal bestehen z.B. künstlerische Allianzen mit dem Kunstmuseum Bonn, Theater Bonn, Museum Koenig Bonn, Stadtmuseum Bonn und in inter- und soziokulturellen Projekten mit Bonner Bürger*innen.

Regional und bundesweit ist das fringe ensemble partnerschaftlich vernetzt mit dem FFT Düsseldorf und dem Pumpenhaus Münster, der studiobühneköln, der Orangerie Köln, dem theaterdiscounter wie dem tak, beide Berlin.

International entstanden und entstehen Koproduktionen mit u.a. verschiedenen Theatern und Ensembles in Istanbul/Türkei, dem Teatro del Stabile Veneto, dem Teatrul National Marin Sorescu Craiova, 400asa und dem Masion du Futur in Zürich, Kaivalya Plays, New Delhi, dem Dailes Teātris und dem Dirty Deal Teatro, beide Riga/Lettland, der Universität in Cape Coast/Ghana sowie dem Centre Espace Culturel und dem Collectif Qu’on Sonne & Voix-ailes, beide Ouagadougou/Burkina Faso. Der internationalen Ausrichtung der künstlerischen Arbeit liegt der Wunsch zugrunde, die Gesellschaft sowie Auswirkungen der Globalisierung in der künstlerischen Auseinandersetzung zu spiegeln, bzw. zu reflektieren. Der Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Stücken und Projekten im internationalen Team – mit Autor*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Videokünstler*innen – bietet diese hierfür notwendige multinationale Folie.

Digitaler Raum

Seit einigen Jahren erarbeiten wir Projekte, bei denen wir in unterschiedlicher Form und Intensität digitale Techniken eingesetzt. Angefangen mit digital gesteuerter Videotechnik und Live-Schaltungen zu unseren internationalen Partnern, folgte aufgrund der Pandemie neben den live gestreamten Aufführungen die Entwicklung von interaktiven und partizipativen Formaten. Hervorzuheben ist „Map To Utopia“ – ein Projekt zur Zukunftsfähigkeit urbaner Lebensräume –, in dem wir verschiedenste digitale Elemente (App-gesteuerte Führung/Gaming Elemente/AR) nutzen und die Teilnehmenden wie Performenden in verschiedenen digitalen Räumen miteinander in Austausch brachten, 2021 ausgezeichnet auf dem internationalen Festival A Maze./ Berlin in der Kategorie „Human Human Machine“.

Digitalität interessiert uns in Bezug auf die Verbindung und Ausweitung verschiedener Räume, in Bezug auf einen Transfer zwischen diesen und da, wo der Einsatz von digitalen Tools zu einem Austausch auf analoger Ebene führen kann wie z.B. in „Outside our Doors“ „Citizen Map“ oder „City Stories“.

Homebase Bonn
Unsere Heimat ist das Theater im Ballsaal in Bonn. Hier produzieren wir, von hier aus starten wir zu Arbeiten mit internationalen Partnern und bringen die im Ausland entstandenen Produktionen hierher. Seit Oktober 2017 verfügen wir über einen großen Raum mit Nebenräumen für Werkstatt und Lager in Bonn Bad-Godesberg, in dem wir proben und experimentieren, zu Diskussionen und Workshops einladen und selbst Veranstaltungen realisieren können.

Gastspiele und Festivals
Die im internationalen Zusammenspiel entstanden Produktionen zeigen wir in Bonn und u. a. in Münster, Köln, Düsseldorf, Berlin, Leipzig, im Ausland sowie auf Festivals, zuletzt z. B. beim Performing Arts Festival in Berlin, URBÄNG-Festival in Köln, İstanbul Tiyatro Festivali in Istanbul, Internationale Kulturtage Karlsruhe, Internationales FigurenTheaterFestival sowie A MAZE./Berlin-Festival.

Förderer
Stadt Bonn, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW, Kulturstiftung des Bundes (Fonds Doppelpass, Dive-in), Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN 2020, Fonds Soziokultur, Fonds Darstellende Künste, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste. Seit Mitte 2019 erhalten wir die Spitzenförderung des Landes NRW.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist auch bei uns ein wichtiges Thema. Wir arbeiten auf allen Ebenen – bürokratischen, organisatorischen und künstlerischen – umweltfreundlich und ressourcenschonend.

Beschaffungsmaßnahmen

Wir recyclen abgespielte Bühnenelemente, arbeiten fast ausschließlich mit gebrauchten Werkstoffen und nutzen bei der Anschaffung von Material und/oder Kostümen lokale Netzwerke (z.B. Second Hand-Läden und/oder befreundete Theater). Nicht regelmäßig eingesetzte Möbel-, Bühnen- und Technikelemente können bei uns von Kolleg:innen ausgeliehen werden.

Neuwertiges Material wird ausschließlich bedarfsorientiert angeschafft. Dabei achten wir auf Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit sowie auf umweltfreundliche Materialien und deren umweltschonende Herstellung.

Druckmedien

Wir verzichten in hohem Maße auf Printmedien und haben unsere Information und Werbung auf digitale Medien umgestellt. Unverzichtbare Produkte, wie z.B. Plakate bei größeren Produktionen oder Informationsmaterial für Publikum werden ökologisch hergestellt, wobei sich die Auflage stets an der Nachfrage orientiert.

Räumlichkeiten, Lichttechnik etc.

In unserem Probenzentrum wie im Theater im Ballsaal, wo wir die meisten unserer Produktionen entwickeln und präsentieren, haben wir die Lichttechnik auf LED-Scheinwerfer umgestellt und achten konsequent auf Mülltrennung. Im Theater im Ballsaal wurde zudem ein intelligentes Heizsystem eingerichtet.

Mobilität

Bei Reisen an andere Proben- oder Spielorte achten wir auf emissionssparende Fahrzeuge, bzw. reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für unsere Fernreisen, z.B. nach Afrika oder Indien, nutzen wir das Flugzeug. In Bonn stehen unseren Gastkünstler:innen von uns angeschaffte, gebrauchte Fahrräder zur Verfügung.

Information von Mitarbeitenden und Publikum

Wir kommunizieren intern allen Mitarbeitenden die Notwendigkeit der Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit und beteiligen sie weitmöglichst. Wir haben für alle Bereiche Leitfäden erstellt und unsere Räume und das Theater sind mit entsprechenden Informationen ausgestattet, sodass wir zu jeder Zeit und an unterschiedlichen Stellen für ein nachhaltiges Verhalten sensibilisieren.

Unseren Zuschauer:innen empfehlen wir über die Homepage des Theater im Ballsaal die An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad.

Eintrittskarten für unsere Vorstellungen im Theater im Ballsaal können online erworben und müssen nicht ausgedruckt werden: Es genügt, wenn Besucher:innen diese an der Abendkasse auf ihrem Smartphone vorzeigen.

 

Tickets

Tickets zu den Aufführungen und Veranstaltungen des fringe ensembles bekommen Sie bei den jeweiligen Veranstaltungsorten und an bekannten Vorverkaufsstellen.

Oder Sie fragen per Mail beim fringe ensemble an.
info@fringe-ensemble.de

Förderer

                                         

Wir danken dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) für die Förderung im Rahmen des Programms CCP Synergy.

Partner

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