ES KANN NUR EINER SIEGER SEIN, die erste Premiere 2017, ist eine deutsch-lettische Korpoduktion. Das Stück von Ivo Briedis inszeniert Frank Heuel mit Video-Aufnahmen von Peteris Kimelis und einem extra für dieses Stück produzierten Stop-Motion-Film von Ivo Briedis.

Es kann nur einer Sieger sein

von Ivo Briedis

Mit: Frank Heuel, Andreas Meidinger, Maria Munkert, Laila Nielsen, ein alter Mann
Regie: Frank Heuel
Stop-Motion-Film: Ivo Briedis
Video: Annika Ley, Peteris Kimelis
Raum und Kostüme: Annika Ley
Sounddesign: Andreas Meidinger

Premiere: 20. Januar 2017, theaterimballsaal, Bonn

Grenzen zu überschreiten ist ebenso verführerisch wie gewagt. Es kann schleichend und unbemerkt oder aufmerksamkeitsheischend und laut passieren. ES KANN NUR EINER SIEGER SEIN ist eine Geschichte vielfältiger Grenzüberschreitungen: Eine kleine Werbeagentur erhält den Auftrag für eine Kampagne zur Sterbehilfe. Das Prekäre daran: Es soll eine Sterbehilfekampagne nicht nur für Alte und Kranke sein, sondern für jedermann. Nicht Leben, sondern Sterben soll als erstrebenswert dargestellt werden. Die Protagonisten lassen nichts unversucht, um für diesen lukrativen Auftrag die eigene Kreativität zu steigern und sich von moralischen Beschränkungen zu befreien. Dabei geraten sie in heikle Grenzbereiche zwischen Traum und Realität, Geist und Körper, Ehrgeiz und Anpassung. Besonders unberechenbar wird es, als der animierende Slogan „Es kann nur einer Sieger sein“ plötzlich nach einer militärischen Mission klingt.

Frank Heuel und seine deutschen und lettischen Kolleg*innen weichen in dieser Inszenierung auch ästhetisch und technisch Grenzen auf und setzen so auf eine irritierende Spannung zwischen Live-Präsentation und Aufzeichnung, zwischen Theater und Animation, zwischen Schauspieler und Rolle.


Eine Produktion von Sieger GbR/fringe ensemble in Kooperation mit dem Dailes Teatris in Riga. Gefördert durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn.