eine Koproduktion des fringe ensemble (DE) mit dem Monologlar Müzesi (TR)

Text Sami Özbudak
Konzept und Regie Frank Heuel, Sami Özbudak
Digitales Konzept und Raum Annika Ley
Schauspieler*innen Bonn Ismail Deniz, David Fischer, Laila Nielsen, Bettina Marugg
Schauspieler*innen Istanbul Gizem Erdem, Tara Haçikoğlu, Erdem Kaynarca
Assistenz Lutz Ackermann
Produktionsleitung Jennifer Merten
Management Svenja Paula
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claudia Grönemeyer

Premiere
01. Juni 2021, 20.30 Uhr, Gut Ostler

Weitere Vorstellungen
02. Juni 2021, 20.30 Uhr, Gut Ostler
04. Juni 2021, 20.30 Uhr, Gut Ostler
05. Juni 2021, 20.30 Uhr, Gut Ostler

YEL erzählt eine Geschichte von Aufbruch und Abschied, von Lebensträumen und Lebenslügen, in die Melinda und ihre Tochter Thelma verstrickt sind. Sie leben seit vielen Jahren im Istanbuler Stadtteil Balat und kümmern sich dort um die letzte und verlassene orthodoxe Kirche und deren Garten. Aber Thelma wird diesen Ort verlassen, um im Ausland zu studieren, und ihre Mutter soll zurück in ihr Heimatdorf ziehen. Am Abend vor dem Umbruch führen die beiden einen schonungslosen Kampf um ihre Wahrheiten und Wünsche, in der allein der titelgebende Hund Yel durchgängig Ruhe und Humor behält.

Der türkische Autor Sami Özbudak hat 2019 zusammen mit Frank Heuel das Stück entwickelt. Das Team führte mit einigen der wenigen noch im Stadtteil Balat lebenden orthodoxen Griechen Gespräche – einerseits über ihre Erlebnisse als Zugehörige einer Minderheit, die stark mit dem Viertel verwurzelt ist, und andererseits über die heutigen (Generations-)Brüche innerhalb der Familien. Sami Özbudak gelingt es in YEL, die widerstreitenden Themen vom Festhalten an Vergangenem und Heimweh nach Zukunft so zu erzählen, dass sie weit über die konkrete Situation in Istanbul hinausweisen.

Geplant ist es, das Stück in beiden Städten – Bonn und Istanbul – zeitgleich open air aufzuführen und digital Verbindungen zu schaffen, die für das Publikum erlebbar werden. Aufgrund des aktuellen Lockdowns in Istanbul ist noch nicht klar, wie sehr wir beide Inszenierungen miteinander verzahnen können.

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Premiere findet zeitgleich in Bonn und in Istanbul statt.