eine Koproduktion des fringe ensemble (DE) mit dem Monologlar Müzesi (TR)

Text Sami Özbudak
Konzept und Regie Frank Heuel, Sami Özbudak
Digitales Konzept und Raum Annika Ley
Schauspieler*innen Bonn Ismail Deniz, Laila Nielsen, Bettina Marugg
Schauspieler*innen Istanbul Gizem Erdem, Tara Haçikoğlu
Assistenz Lutz Ackermann
Produktionsleitung Jennifer Merten
Management Svenja Paula
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claudia Grönemeyer

Premiere
Anfang Juni in Bonn und Istanbul

Der türkische Autor und künstlerische Leiter des Monologlar Müzesi Sami Özbudak – beheimatet in Istanbul – hat zusammen mit Frank Heuel, Regisseur und künstlerischer Leiter des fringe ensemble, 2019 in Istanbul den Theatertext YEL entwickelt, der in einer szenischen Lesung einem kleinen Publikum vorgestellt wurde. Eine Inszenierung konnte aufgrund der Pandemie nicht mehr realisiert werden. Dies werden wir nun nachholen.

In beiden Ländern wird das Stück zeitgleich aufgeführt – open air. Das Publikum in Bonn und in Istanbul wird über einen live stream sowohl das jeweils andere Publikum als auch einzelne Momente der jeweils anderen Aufführung sehen können. Die Aufführung in Istanbul ist in türkischer, die in Bonn in deutscher Sprache. Die Titelgebende Figur des Yel wird hier wie dort mit einem Schauspieler besetzt sein, der beide Sprachen beherrscht. Über ihn wird es via live-Schaltung eine Verbindung zwischen den beiden Aufführungen geben.

YEL erzählt die Geschichte einer Mutter und ihrer Tochter, die sich in der muslimisch dominierten Metropole Istanbul um eine orthodoxe Kirche kümmern. Heutzutage leben nur noch wenige Griechen am Bosporus und ihr Einsatz für die Stätten ihres Glaubens führt nicht selten zu bemerkenswerten Situationen. Wir haben mit einigen von ihnen Gespräche über ihre Migrationsgeschichte und diese Erlebnisse geführt, die sich zum Teil in YEL widerfinden. Sie weisen über die konkrete Situation in Istanbul hinaus, und werfen einen Blick darauf, wie sich die Folgen der Migration über die Generationen hinweg fortsetzen und zu welchen (Auf-)Brüchen in den Familien die Erlebnisse in Minderheitsgemeinschaften und -Religionen führen. Es ist eine ebenso berührende wie dramatische Geschichte, die aus der Perspektive von Yel, dem Hund, erzählt wird.

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Premiere findet zeitgleich in Bonn und in Istanbul statt.