Eine Produktion von fringe ensemble/Türkei GbR, Bonn und Şermola Performans, Istanbul.

Konzept der Home-Editon: Annika Ley, Frank Heuel
Regie, Performance
Frank Heuel
Technische Realisation Annika Ley
Dramaturgie Claudia Grönemeyer
Assistenz Jennifer Merten

Live-Performances im Stream 
Die nächsten Termine werden in Kürze bekannt gegeben.

Seit zwei Jahren lebt Mirza Metin im Rheinland und arbeitet unter anderem als Autor für das fringe ensemble. Sein neustes Stück ist ein Monolog. Der Titel, OUROBOROS, verweist auf ein altägyptisches Symbol von ambivalenter Faszination. Der Ouroboros ist eine sich in den eigenen Schwanz beißende Schlange. Als Kreissymbol ein klassisches Sinnbild für wiederkehrende, natürliche Zyklen, aber auch für Tod und Wiedergeburt, Autarkie und Selbstzerstörung; ein geschlossenes System, das sich selbst genügt – und aus dem es kein Entkommen gibt.

Mirza Metin spielt in OUROBOROS mit diesen Assoziationen: Der Protagonist ist ein Komponist, die Kamera ist auf ihn gerichtet und er berichtet von einem wirren Traum, während im Bett neben ihm Rhinozeros schlummert. Schnell verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit: Auf einer privaten Reise in ein nicht näher definiertes Ausland, gerät der Protagonist mehr und mehr in Bedrängnis, begegnet Menschen, die ihm auf absurde Weise ähneln und ihn gleichzeitig zu verfolgen scheinen, sucht Sicherheit bei Behörden, die ihm misstrauen, checkt in Hotels ein, die nicht existieren und verliert mehr und mehr den sicheren Boden unter den Füßen. Unwissenheit und Ängste wirken wie Brandbeschleuniger und Spiegelungen in einer Geschichte, in der alle Sicherheiten schwinden und jene Auslöser nur noch zu potenzieren scheinen. Geschickt spielt Metin damit, wie die Ebenen des Unbewusste und des Bewusstes sich beeinflussen und in einen Strudel von Ängsten, Handlungen und Meinungen führen. Aus Rhinozeros ist da schon lange Ali geworden und ob die Kamera noch läuft oder nicht, die Traumerzählung dort endet oder nicht, der Kontakt mit der Wirklichkeit im Heute ist hergestellt.

Die Premiere im Theater fand am 12. März 2020 statt. Nun haben wir für unser Publikum eine Home-Edition erarbeitet.

Gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Premiere der Home-Edition im Live-Stream: 23. März 2020

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