fringe ensemble in Kooperation mit Platform Tiyatro, Istanbul und theaterimballsaal, Bonn // in Zusammenarbeit mit Bahçesehir University (BAU), Istanbul und Makropol, Kopenhagen

Leitung
Text/ künstlerische Leitung Ceren Ercan (TR)
Regie/ künstlerische Leitung Frank Heuel (DE)
Raum/ künstlerische Leitung Annika Ley (DE)
Video/ Digital Design Annika Ley (DE) / Fehime Seven (TR)

Timing
Phase 1 Herbst 201 9 in Istanbul und Bonn mit Lecture Performances in Bonn,
Düsseldorf, Köln und Istanbul
Phase 2 Frühjahr 2020 in Bonn, Istanbul und Kopenhagen mit
Performance/Installation in allen drei Städten
Phase 3 Herbst 2020 – Februar 2021 mit Premiere in Istanbul Ende Januar/Anfang
Februar 2021

Mit Map to Utopia werden wir – entwickelt am Beispiel Istanbul – neue utopische Stadtlandschaften in einer performativen City Map erfahrbar machen.

Wir erleben eine Zeit, in der Migration zu einem Phänomen von übergeordneter Dimension geworden ist. Die Lösung damit verbundener Fragestellungen wird die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften maßgeblich mitbestimmen und sie wird sich in den Städten entscheiden. Map to Utopia entsteht in und am Beispiel der Metropole Istanbul, die aufgrund ihrer geopolitischen Lage eine Region der Ein- und Auswanderung zwischen Ost und West war und bis heute ist. Wir werden aus der kosmopolitischen Perspektive Istanbuls heraus die Vision einer neu zu schreibenden Stadtlandschaft diskutieren. Map to Utopia will zu einer Reise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt einladen, wird Fragen stellen zur Zukunftsfähigkeit von inter- oder transkulturellen Gesellschaften; das Verhältnis und der Umgang der Majoritäts-Gesellschaft zu und mit in ihr existierenden Minoritäten spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Modell der offenen Stadt (Richard Sennett) ist uns dabei Wegweiser, Kommunikation/Austausch und damit Sprache ein Schlüssel zur Befriedung.

Istanbul ist mit seiner Historie und geographischen Lage ein einzigartiges Beispiel für die Metropolen dieser Welt, die sich, in rasanten und oft chaotischen Veränderungen befindend, entscheidenden Fragen auf dem Weg hin zu einem tragfähigen Kosmopolitismus stellen müssen. Istanbul hat die Erfahrung der Migration aus dem Osten und Westen und der Praxis der Koexistenz von Minderheiten mit verschiedenen Modellen seit Hunderten von Jahren leben müssen.

Die City Map wird mittels der ästhetischen Transformation in eine Gedanken-Landschaft des utopischen Miteinander verwandelt; neue utopische Destinationen werden dort entstehen, wo wir in der Vergangenheit die Menschen verloren haben. Wir finden unsere Wege zwischen Zentrum und Peripherie, zwischen den Einheimischen und den Nomaden, von den Minderheiten zur Mehrheit, von Ost nach West, und Süd nach Nord und und und… und jeweils vice versa.

Gefördert von: Kunststiftung NRW

 

Neues Projekt 2019 / 2020 / 2021

Broschüre MAP TO UTOPIA 

zweisprachig (tr/en)