Unter dem Titel GOLD wird die Produktion in deutsch-burkinischer Koproduktion in Burkina Faso nun zu sehen sein.

Regie (DE / BF) Frank Heuel / Collectif Qu’on sonne & Voix-ailes
Szenenbild, Kostüme / Film (DE) Kamera und Schnitt Sirpa Wilner
Schauspieler*innen / Film (DE) Manuel Klein, Andreas Meidinger, Laila Nielsen, Sören Wunderlich, Oleg Zhukov
Schauspieler*innen / Performance (BF) Eléonore Kocty, Kibsa Anthony Ouédraogo, Abdelaziz Bérenger Yaméogo, Christian Léger Dah
Musik (BF) Patinda David Zoungrana
Regie-Assistenz (BF) Sié Palenfo
Technik, Ton, Licht (BF) Mohamadi Gouem

Vorstellungen in Ouagadougou, Burkina Faso

12. März 2021, Espace Culturel Gambidi
13. März 2021, Espace Culturel Gambidi
20. März 2021, Théâtre Soleil
21. März 2021, Théâtre Soleil
26. März 2021, Théâtre de l’Aube
27. März 2021, Théâtre de l’Aube
28. März 2021, Pantaabo
01. April 2021, L’Espace Grâce théâtre
02. April 2021, L’Espace Grâce théâtre

Im Dezember 2019 hatte die Produktion “Lieber Gold im Mund als Porzellan im Safe, eine Kooperation mit dem Theater Bonn, auf der Werkstattbühne in Bonn Premiere. 2020 sollte das Stück für Gastspiele nach Burina Faso reisen. Nachdem absehbar war, dass dies für lange Zeit unmöglich sein wird, beschlossen Frank Heuel und das Team, einen Großteil der Szenen zu verfilmen um dieses Material in Burkina Faso dem Collectif Qu’on sonne & Voix-ailes zur verfügung zu stellen, um eine eigene Version des Abend zu entwickeln. In dieser werden nun Filmszenen mit live-Performance gemischt.

Auf diese Weise ist es möglich das zwei-teilige Projekt, das im Fonds Doppelpass der kulturstiftung des Bundes gefördert ist, zu vollenden. Der erste Teil, war im Jahr 2018 unter dem Titel “Brillante Saleté” in Burkina Faso entwickelt worden und reiste nach Vorstellungen in Ouagadougou 2019 durch Deutschland. In dessen Zentrum stand der handwerkliche Abbau von Gold in den wilden Minen und dessen dramatische Folgen für das Land und die Menschen. 

Im Fokus des zweiten Teil des Projektes steht die Faszination des Goldes. In Kulturen auf der ganzen Erde ist Gold Bestandteil von Schöpfungsgeschichten, Mythen und Märchen. Nachdem es vor Urzeiten durch einen Zusammenprall von Sternen buchstäblich auf unseren Planeten geregnet ist, übt es bis heute eine magische Faszination auf uns Menschen aus: Das unvergängliche Gold, das sich dem Kreislauf von Werden, Sein und Vergehen entzieht, Goldräusche und Kriege auslöst, gefälscht und imitiert wird. Und wenn wir es schaffen, es ans Tageslicht zu befördern, bringen wir es oftmals schnellstmöglich erneut unter die Erde, in die großen Tresore der Banken. Sein Besitz verspricht einerseits Sicherheit in unsicheren Zeiten, Macht und Einfluss. Auf der anderen Seite provoziert es Gier, Geiz und Neid, denn es ist begrenzt und kann nicht künstlich hergestellt werden. Gold ist durch seine besonderen Eigenschaften zum globalen Multiplayer geworden, spielte und spielt einflussreiche Rollen in Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst, Religion, Wissenschaft und Politik.

Das hybride Film-Performance-Format feiert am 12. März 2021 in Ouagadougou Premiere.