fringe ensemble in Kooperation mit Platform Tiyatro, Istanbul und theaterimballsaal, Bonn // in Zusammenarbeit mit Bahçesehir University (BAU), Istanbul und Makropol, Kopenhagen

Regie/künstlerische Leitung Frank Heuel
Raum/künstlerische Leitung Annika Ley
Text/ künstlerische Leitung Ceren Ercan
Digital Design Annika Ley / Fehime Seven
Dramaturgie Ceren Ercan, Claudia Grönemeyer
Presse , Öffentlichkeitsarbeit Claudia Grönemeyer
Assistenz, Produktion Jennifer Merten
Management Svenja Pauka
Die Performer*innen werden in Kürze bekannt gegeben.

Im Jahr 2050 werden laut UNO mutmaßlich mehr als 6,7 Milliarden Menschen weltweit in Städten leben. Schon heute erleben wir eine Zeit, in der Migration zu einem Phänomen übergeordneter Dimension geworden ist. Die Lösung damit verbundener Fragestellungen wird die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften maßgeblich mitbestimmen. Mit fortschreitender Urbanisierung stehen die Städte im Fokus, wenn es um die Frage geht, wie wir in Zukunft leben wollen.

Bei der Frage nach der Zukunftsfähigkeit von Stadtgesellschaften schreiben wir Barrieren, die in den Städten in unterschiedlichster Art existieren, eine zentrale Bedeutung zu. MAP TO UTOPIA _ The Wall will diese in einer Gaming Performance erfahrbar machen. Hierzu verbinden wir digitale Kunst und Theater-Performance zu einer neuen Form des Dialogs, des Austausches und der Interaktion innerhalb des Publikums und zwischen Publikum und dem Kunstwerk.

Es geht sowohl um jene Barrieren, die das Verhältnis und den Umgang von Majoritäten zu und mit Minoritäten mitbestimmen, wie auch um jene, die wir alltäglich erleben, wenn wir uns zwischen Stadtteilen, Communities, Lebensräumen bewegen, von einem Stadtbereich in den andern migrieren.

In der konkreten Bühnensituation wird unser Publikum in einer Rauminstallation mittels eines Gaming-Konzeptes mit diesen Themen und Fragestellungen konfrontiert. Eine reale, aus Modulen bestehende Wand bildet das Zentrum der Installation. Ihre Oberfläche kann von beiden Seiten bespielt, ihre Form verändert werden. Das Spiel-Konzept stiftet zu Interaktion und Austausch an und animiert dazu, über die eigenen Möglichkeiten, die Zukunft des Zusammenlebens mitzugestalten, nachzudenken, bzw. diese im Spielszenario kreativ zu nutzen.

Dabei steht immer die konkrete Stadt, in der wir uns befinden im Fokus: Wir entwickeln für MAP TO UTOPIA _ The Wall eine flexible Struktur, die stets auf die Stadt, in der wir zu MAP TO UTOPIA _ The Wall einladen, konkret Bezug nimmt. Ganz gleich, ob in NRW, bundesweit oder im Ausland, in der Performance finden die Besucher jeweils deutliche Anknüpfungspunkte an „ihre“ Stadt.

Für MAP TO UTOPIA _ The Wall arbeiten wir mit der Dramaturgin und Autorin Ceren Ercan und dem Autor und Schauspieler Mark Levitas (beide Tiyatro Platfrom, Istanbul) und mit dem Department Digital Game Design der Bahçeşehir Universität Istanbul zusammen. Am dortigen Experience Design Department[1] wird sowohl in VR (Virtual Reality) als auch in AR (Augmented Reality) gearbeitet. Der Zusammenarbeit liegt ein gegenseitiges Interesse zugrunde, die Schnittpunkte von Theater und Digital Arts zu entdecken und beide Genres in die Interaktion zu führen. Außerdem werden wir unterstützt durch Makropol, Kopenhagen, die Erfahrungen im performativen Einsatz von Virtueller Realität haben.

[1] Experience Design ist die Praxis, Produkte, Prozesse, Services, Events  und Umgebungen zu entwerfen, wobei der Fokus auf der Qualität der Benutzererfahrung und kulturell relevanten Lösungen liegt.

Gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn

  Realisation: März – Mai 2020