von Tarjei Vesaas / übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel

Deutschsprachige Erstaufführung

Regie Frank Heuel
Bühne, Kostüme Annika Ley
Mit Julia Goldberg, Konstantin Lindhorst
Assistenz
Lutz Ackermann
Produktionsleitung Jennifer Merten
Management Svenja Pauka
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claudia Grönemeyer

Der Roman DIE VÖGEL von Tarjei Vesaas, Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel, ist im Guggolz Verlag, Berlin erschienen. Die Aufführungsrechte werden durch den Rowohlt-Verlag, Hamburg, vertreten.

Premiere im Theater im Ballsaal
03. September 2021, Bonn, 20 Uhr

Weitere Vorstellungen
04., 05. September 2021 (am 05. September in der Bonner Theaternacht)
01., 02. Oktober 2021
03., 04. Dezember 2021

Die Vögel im Live Stream:
15. April 2021, Premiere der Deutschsprachigen Erstaufführung /
16. und 17. April / 15. Mai, Theater im Ballsaal Bonn, Livestream 

„Der norwegische Autor Tarjei Vesaas erzählt in dem Roman ›Die Vögel‹ eine aufwühlende Geschichte über Missverständnisse, Sprachlosigkeit und das rumorende Bedürfnis nach Liebe und Zugehörigkeit. Ein Kammerstück mit ungleichen Geschwistern und deren ungleichen Motiven, an ein Dasein gebunden zu sein, aus dem auszubrechen nicht möglich ist.“ hieß es in der Buchkritik von Roswitha Haring auf WDR3.

Fasziniert von Tarjei Vesaas eindringlicher Sprache und der fantastischen Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel bringen wir den Roman nun ins Theater.

Erzählt wird von dem Außenseiter Mattis, der sich in eine kindliche innere Welt zurückgezogen hat und von den anderen Dorfbewohnern als zurückgeblieben verlacht wird. Seinen Lebensunterhalt versucht er mit kleinen Hilfsarbeiten auf dem Feld und im Wald zu bestreiten. Mattis lebt in einer Hütte am See mit seiner Schwester Hege, die den Haushalt führt und ihn versorgt, und er fühlt sich mit der Natur ringsum verbunden. Besonders ziehen ihn die Waldschnepfen an, deren frühlingshaften Balzflug er als Zeichen sieht, als Verheißung, die er nicht entschlüsseln kann. Als eines Tages der Holzfäller Jørgen auftaucht, sich in Hege verliebt – und dann auch noch eine Schnepfe erschossen wird, wirft es Mattis aus der Bahn.

Tarjei Vesaas beschreibt das Innenleben des Sonderlings Matti und seinen Blick auf die Welt und dabei auch sein Unvermögen, sich auszudrücken, sich mit anderen Menschen zu verständigen. Aber: „In seiner Welt ist das Unsagbare kein Defekt, es ist eine Erkenntnis.“ – so Judith Hermann in ihrem Nachwort zu „Die Vögel“.

! Dorothea Marcus berichtete über die Premiere in WDR5 scala: Hören Sie hier ihren Beitrag.

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