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Im heruntergekommenen Hotel „Zur schönen Aussicht“ ist ein Haufen verlorener Existenzen gestrandet. Die Börsen und Herzen sind leer. Die Aussichten trüb. In diesem Vakuum vertreibt man sich das Leben mit Heucheleien, Betrug und Selbstbetrug – skrupellos und zynisch.

Zur schönen Aussicht

Von Ödön von Horvath

Eine Produktion des fringe-ensemble und phoenix5
In Kooperation mit dem theaterimballsaal Bonn und dem Theater im Pumpenhaus Münster

Mit: David Fischer, Justine Hauer, Severin von Hoensbroech, Georg Lennarz, Bettina Marugg, Harald Redmer und Karl der Bär
Regie: Frank Heuel
Bühne: Eduardo Serú
Musik: Helmut Buntjer
Kostüme: Helgard Classen-Seifert
Regieassistenz: Svenja Pauka

Im Hotel haben sich die Einsamen in ihrer Zweckgemeinschaft eingerichtet. Ada, die alte Diva zahlt und bezahlt alles und alle. Als Gegenleistung bittet sie die Herren auf ihr Zimmer. Der Mensch ist käuflich und das weiß nicht nur sie. Christine, die ehemalige Geliebte des Hotelbesitzers, bricht eines Tages in diese Loser-Gesellschaft ein: Sie hat ein Kind. Sie will den Vater. Und sie will Liebe. Ihr Trumpf ist eine geerbte Summe Geld. Für einen kurzen Moment weckt sie bei den Aussichtslosen die Vorstellung von einer besseren Zukunft. Der Kampf beginnt und die Hoffnung stirbt zuletzt. – Ein bitter-komischer Abgesang auf die Zuversicht, eine letzte große gemeinsame Feier.

Gefördert von der Bundesstadt Bonn und der Stadt Münster.