fringe ensemble _UN-FLÜCHTIG _ Foto Annika Ley

Am Anfang von UN-FLÜCHTIG steht eine Überwindung. Nicht jene nationaler Grenzlinien, sondern jene vom Ich zum Du, vom Eigenen zum Anderen und zurück. Dann kann sie stattfinden: die vorsichtige wie neugierige, respektierende wie lebendige Begegnung.

UN-FLÜCHTIG #1

Eine Produktion des fringe ensemble

Mit : Bettina Marugg und …
Konzept : Frank Heuel
Ausstattung: Annika Ley

1. Öffnung: 13. Februar 2016, theaterimballsaal, Bonn

Das fringe ensemble geht mit UN-FLÜCHTIG in Serie und sucht – jenseits aller Theorien und Maßgaben möglicher Integration – schlicht und einfach die Annäherung.

Die Recherche vom Ich und Er/Sie/Es/Du führt über ausgewählte Partnerschaften: Schauspielerinnen und Schauspieler des fringe ensemble probieren den Ernstfall einer ganz persönlichen Begegnung mit Flüchtlingen hier in Bonn. Im Zentrum des Projektes steht der Austausch mit Einzelnen, vielleicht Geschwistern, Freunden, Paaren, Familienmitgliedern. Über einen längeren Zeitraum geht es um eine Einladung und eine Einlassung, um Austausch statt Vermischung, um Dialog trotz oder aufgrund von Sprach-, Denk-, Verhaltens- und Glaubensunterschieden.

Aus flüchtigen Eindrücken soll ein intensives Kennenlernen erwachsen. Mit UN-FLÜCHTIG #1 wird Bettina Marugg den Reigen eröffnen. Auf der Suche nach einer Partnerschaft erwägt sie den Rollentausch genauso wie das gemeinsame Wohnexperiment, den Test an den Grenzen zum Alltäglichen wie den Ausnahmezustand, die Sprachverwirrung wie den Tausch der Blicke. Wie sich die Annäherung entwickeln wird, welche Durchlässigkeit entstehen mag, mit wem, wo, und wie macht sie in einem Protokoll der Begegnung öffentlich und lädt dazu ein, ihren Spuren zu folgen.

Eine Produktion des fringe ensemble in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn.