Zusammen mit nach Bonn geflüchteten Syrer*innen entstand 2016 die Reihe UN-FLÜCHTIG #1-#3

fringe ensemble _UN-FLÜCHTIG _ Foto Annika LeyAm Anfang von UN-FLÜCHTIG stand eine Überwindung. Nicht jene nationaler Grenzlinien, sondern jene vom Ich zum Du, vom Eigenen zum Anderen und zurück. Dann konnte sie stattfinden: die vorsichtige wie neugierige, respektierende wie lebendige Begegnung.

UN-FLÜCHTIG #1

Mit : Bettina Marugg und Nirmin Chachit, Moaz Chachit, Abdullah Juoma, Bashar Omar
Konzept : Frank Heuel
Ausstattung: Annika Ley

1. Folge: 13. Februar 2016, theaterimballsaal, Bonn

Das fringe ensemble geht mit UN-FLÜCHTIG in Serie und sucht – jenseits aller Theorien und Maßgaben möglicher Integration – schlicht und einfach die Annäherung.

Die Recherche vom Ich und Er/Sie/Es/Du führt über ausgewählte Partnerschaften: Schauspielerinnen und Schauspieler des fringe ensemble probieren den Ernstfall einer ganz persönlichen Begegnung mit Flüchtlingen hier in Bonn. Im Zentrum des Projektes steht der Austausch mit Einzelnen, vielleicht Geschwistern, Freunden, Paaren, Familienmitgliedern. Über einen längeren Zeitraum geht es um eine Einladung und eine Einlassung, um Austausch statt Vermischung, um Dialog trotz oder aufgrund von Sprach-, Denk-, Verhaltens- und Glaubensunterschieden.

Aus flüchtigen Eindrücken soll ein intensives Kennenlernen erwachsen. Mit UN-FLÜCHTIG #1 wird Bettina Marugg den Reigen eröffnen. Auf der Suche nach einer Partnerschaft erwägt sie den Rollentausch genauso wie das gemeinsame Wohnexperiment, den Test an den Grenzen zum Alltäglichen wie den Ausnahmezustand, die Sprachverwirrung wie den Tausch der Blicke. Wie sich die Annäherung entwickeln wird, welche Durchlässigkeit entstehen mag, mit wem, wo, und wie macht sie in einem Protokoll der Begegnung öffentlich und lädt dazu ein, ihren Spuren zu folgen.

Eine Produktion des fringe ensemble in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn.

UN-FLÜCHTIG 2 _ Bashar fotografiert Bonn _ Foto Annika Ley

UN-FLÜCHTIG #2

Von und mit: Nirmin Chachit, Moaz Chachit, Frank Heuel, Abdullah Juoma, Annika Ley, Bettina Marugg, Andreas Meidinger Bashar Omar
Künstlerische Leitung : Frank Heuel
Ausstattung: Annika Ley

2. Folge: 03. April 2016, theaterimballsaal, Bonn

Was bisher geschah: Bettina Marugg hat mit Hilfe von Sonnhild Schietzel seit November die nach Bonn geflüchteten Syrer Bashar Omar, Abdullah Juoma, Moaz Chachit, seine Schwester Nirmin und ihre Kinder Rami und Karim kennengelernt. Sie besuchten eine Moschee, kochten zusammen ein syrisches Mahl, absolvierten gemeinsam mehr oder weniger erfolgreich Behördengänge, bewältigten Hindernisse und redeten viel miteinander und erfuhren einiges voneinander.

In der ersten Folge, UN-FLÜCHTIG #1, gewährte Bettina Marugg den Besuchern im Ballsaal einen Einblick in ihr persönliches Protokoll dieser Begegnungen, während Bashar, Abdullah, Mouaz und Nermeen über unterschiedliche Ereignisse ihrer Flucht und ihrer Gedanken hier in Deutschland berichteten.

In UN-FLÜCHTIG #2 verringern wir nun auch die Distanz zwischen Ihnen, dem Publikum, und den jungen SyrerInnen. Gemeinsam mit jedem Einzelnen der erwachsenen Syrer haben wir uns ihnen nahen Themen genähert. Nicht die große Politik, sondern Persönliches steht im Fokus. Es geht um die Intensivierung von Begegnung, ums Zuhören, Schauen, Fragen.

Eine Produktion des fringe ensemble in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn.

un-fluechtig #3

UN-FLÜCHTIG #3

Mit: Bettina Marugg, Andreas Meidinger, Frank Heuel
Tagebuchnotizen von: Bashar Omar, Nirmin und Moaz Chachit
Künstlerische Leitung : Frank Heuel
Ausstattung: Annika Ley

3. Folge: 02. Juli 2016, theaterimballsaal, Bonn

Was bisher geschah: Bettina Marugg hat mit Hilfe von Sonnhild Schietzel seit November die nach Bonn geflüchteten Syrer Bashar Omar, Abdullah Juoma, Moaz Chachit, seine Schwester Nirmin und ihre Kinder Rami und Karim kennengelernt. Sie besuchten eine Moschee, kochten zusammen ein syrisches Mahl, absolvierten gemeinsam mehr oder weniger erfolgreich Behördengänge, bewältigten Hindernisse und redeten viel miteinander und erfuhren einiges voneinander.

In der ersten Folge, UN-FLÜCHTIG #1, gewährte Bettina Marugg den Besuchern im Ballsaal einen Einblick in ihr persönliches Protokoll dieser Begegnungen, während Bashar, Abdullah, Mouaz und Nermeen über unterschiedliche Ereignisse ihrer Flucht und ihrer Gedanken hier in Deutschland berichteten.

In UN-FLÜCHTIG #2 konnte das Publikum sich in sehr unterschiedlichen Räumen und Szenarien den jungen Syrerinnen und Syrern annähern. Im Fokus standen nicht Themen der großen Politik, sondern Persönliches. Es ging um die Intensivierung von Begegnung, ums Zuhören, Schauen, Fragen.

Für UN-FLÜCHTIG #3 haben Bashar, Nirmin und Moaz tagebuchartig aufgezeichnet, was sie in ihrem deutschen Alltag erleben, was sie überrascht, was sie bewegt. Frank Heuel wird dieses Aufzeichnungen mit SchauspielerInnen des fringe ensemble auf die Bühne bringen.

Eine Produktion des fringe ensemble in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn.