Liebe fringe und freunde,

das fringe ensemble verabschiedet sich in die Sommerpause nach einer turbulenten Spielzeit 12/13, wie wir sie selten so erlebt haben. Wir waren viel international unterwegs und haben mit dem Millennium Front Theater eine mobile Einsatztruppe geschaffen, die uns auch in den nächsten Jahren weiter begleiten wird. Wie in jeder der vorhergehenden zahlreichen Saisons haben wir wieder viel unbekanntes Terrain betreten. Ausprobieren, scheitern, auswerten, neu, glücken,…

Damit verweigern wir uns einer Kosten-Nutzen-Analyse und dies ist wesentlich für die Förderung nicht kommerziell orientierter künstlerischer Arbeit. Bei all den Kürzungsdebatten in den Kommunen und Bundesländern wird immer wieder versucht, Kunst und Kultur anhand ökonomischer Kenndaten zu evaluieren. Viele Kultureinrichtungen haben sich dem Druck beugend darauf eingelassen und dabei ist der wahre gesellschaftliche Wert von Kunst im öffentlichen Bewusstsein fast in Vergessenheit geraten.

Hier braucht es dringend eine neue Solidarität der Akteure untereinander, einen Schulterschluss, der zu allererst in den Kommunen zu einer atmosphärischen Veränderung führen muss. Wir sollten zu einer Sprache zurück finden, die differenziert zwischen Kunst und Kultur, die mit der Benutzung des Wortes Kunst Freiheit, Größe und Freude ausdrückt.

Für das fringe ensemble gilt – für ein freies Theater heute fast anachronistisch – weiterhin: Wir setzen auf die Kunst des Schauspielers, des Raum- und Ausstattungskünstlers, des Musikers, des Autors; es gibt noch unendlich vieles zu entdecken – Themen, Spielweisen, Orte,… Solange wir dazu die Möglichkeit haben, machen wir’s!

Es lebe die Kunst!!

Ihr/Euer fringe ensemble

Frank Heuel

Als Bonner Kultureinrichtung freuen wir uns über den 50sten Geburtstag des Bonner Kunstvereins und gratulieren dazu herzlichst.

 

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