DRONES Eine Drohnenoper von Gregor Schwellenbach   Komposition/Künstlerische Leitung: Gregor Schwellenbach  |  Text: Lothar Kittstein und andere  |  Ausstattung: Annika Ley  |  Premiere: 13. Oktober 2016, theaterimballsaal, Bonn

DRONES – eine Dronenoper von Gregor Schwellenbach mit Justine Hauer, Manuel Klein und Andreas Meidinger zeigen wir wieder am 21. und 22. Oktober und am 11. und 12. November!

DRONES

Eine Dronenoper von Gregor Schwellenbach

Eine Produktion von fringe ensemble/Drones GbR

Mit: Justine Hauer, Manuel Klein, Andreas Meidinger

Komposition und künstlerische Leitung: Gregor Schwellenbach
Text: Lothar Kittstein u.a.
Raum und Kostüme: Annika Ley
Premiere: 13. Oktober 2016, theaterimballsaal, Bonn

„Unbemannte Luftfahrzeuge“, genannt Drohnen, spielen eine immer größere Rolle in militärischen Konflikten. In der Bevölkerung löst die Vorstellung einer möglichen Herabsetzung der Hemmschwelle bei der Entscheidung über Leben und Tod und einer zunehmend automatisierten Kriegsführung enormes Unbehagen aus. Dagegen steht das Ziel des Militärs, durch den Einsatz von Drohnen zivile Opfer zu verhindern und die eigenen Soldaten zu schützen.

Ethisch problematisch ist auch die durch Drohnen-Einsatz bestehende Asymmetrie: Während die Opfer die nahende Gefahr maximal durch ein in der Luft liegendes Surren wahrnehmen, sitzt der Pilot weit entfernt und absolut sicher. Aufklärungselektronik und hochauflösende Bildschirme machen es möglich. Dass die Psyche der Piloten hier teilweise sogar stärker belastet wird als beim traditionellen Kampfeinsatz, ist mittlerweile bekannt.

Komponist, Arrangeur und Multiinstrumentalist Gregor Schwellenbach, der zuletzt für das fringe ensemble die Komposition zu ARBEITSSCHLACHTEN schrieb und die musikalische Produktion ZUCKER entwickelte, widmet sich in DRONES diesem spannungsreichen Themenkomplex und lässt sich von einem Musik-Genre inspirieren, das erstmalig von dem amerikanischen Minimal-Komponisten La Monte Young als drone music bezeichnet wurde. John Cale und The Velvet Underground haben sie in die Rockmusik überführt; heute ist Drone-Musik ein lebendiges Subgenre experimenteller Musik, das gleichzeitig in der Nähe elektronischer Musik anzusiedeln ist und in Verwandtschaft zu archaischen Musikkulturen steht. Für sein Libretto nutzt Schwellenbach Lothar Kittsteins Monolog „Autopilot“ sowie Texte aus Wissenschaft, Internet und Presse, um mit seiner Drohnenoper einen perfekten Soundtrack zur vielschichtigen Drohnen-Debatte zu schaffen.

Eine Produktion von Drones GbR/fringe ensemble. Gefördert von: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Bundesstadt Bonn.