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Der 1953 erschienene Roman DAS TREIBHAUS, der zweite Teil von Koeppens „Trilogie des Scheiterns“, ist eine höchst pessimistische Bestandsaufnahme der sich formierenden Bundesrepublik und übt damit bittere Kritik an der restaurativen Adenauer-Ära.

Das Treibhaus

Nach dem Roman von Wolfgang Koeppen

Eine Koproduktion von Theater Bonn und fringe ensemble

Mit: Bettina Marugg, Maria Munkert, Tanja von Oertzen, Matthias Höhn, Stefan Preiss, Harald Redmer
Regie: Frank Heuel
Dramaturgie: Stephanie Gräve
Bühne, Kostüme und Video: Annika Ley
Musik: Matthias Höhn
Licht: Lothar Krüger

Premiere: 15. Oktober 2008 in der Werkstatt der Oper Bonn

Der 1953 erschienene Roman DAS TREIBHAUS, der zweite Teil von Koeppens „Trilogie des Scheiterns“, ist eine höchst pessimistische Bestandsaufnahme der sich formierenden Bundesrepublik und übt damit bittere Kritik an der restaurativen Adenauer-Ära. Sein Protagonist Felix Keetenheuve, Bundestagsabgeordneter der SPD, ist das Gegenteil eines Realpolitikers: Als kompromissloser Intellektueller und Liebhaber der Lyrik Baudelaires lehnt er pragmatisches Vorgehen ab, ist den ihn instrumentalisierenden Schachzügen seiner Fraktion nicht gewachsen und scheitert mit seinen politischen Zielen ebenso vollständig wie in seiner Ehe. Der Roman, der mit dem Begräbnis seiner Frau beginnt, endet mit Keetenheuves Sprung von einer Rheinbrücke.

2009 wird die Bundesrepublik Deutschland sechzig. Im Vorfeld dieses Jahrestags machen THEATER BONN und fringe ensemble dem Geburtstagskind an seinem Geburtsort Bonn ein besonderes Geschenk: Mit der Reihe 60 JAHRE IN 6 WOCHEN werden Aspekte aus Geschichte und Gegenwart der BRD ins Visier genommen. Im Zentrum der Reihe steht die Dramatisierung des Romans DAS TREIBHAUS von Wolfgang Koeppen.

DAS TREIBHAUS ist gefördert durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.